Die Ausgangsidee von Inklusiv Wunnen a Liewen entstand aus einer einfachen, aber entscheidenden Beobachtung:
Menschen mit und ohne Behinderung leben meist voneinander getrennt – obwohl sie viel voneinander lernen könnten.
Echte Inklusion entsteht dort, wo Menschen ihren Alltag teilen.
Deshalb möchten wir Wohnformen schaffen, in denen Vielfalt selbstverständlich ist.
Nicht als soziales Experiment, sondern als lebensnahe, stabile Wohnlösung für alle, die Gemeinschaft suchen – mit oder ohne Unterstützungsbedarf.
Betreuung wird durch Assistenz ersetzt und soziale Kontakte entwickeln sich unabhängig von Beeinträchtigungen.
Die Assistenz kann in vielen Fällen von Menschen ohne spezifische Ausbildung gewährleistet werden. Der Bedarf an professioneller Assistenz verringert sich und konzentriert sich weitgehend auf Koordination und Unterstützung des Inklusionsprozesses.
Das Zusammenleben zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen wird zur Selbstverständlichkeit, wie erfolgreiche vergleichbare Projekte in Deutschland gezeigt haben.
Alle Menschen sind gleich, haben jedoch unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten. Dies als selbstverständlich zu leben ist die Basis einer gleichberechtigten, toleranten und solidarischen Gesellschaft. Genau dies wird hier im Alltag gelebt.
Jeder Mensch muss sich weiterentwickeln dürfen. Neues lernen. Dies geschieht in unserer WG. Nicht durch schulisches Lernen, sondern durch Leben. Durch Erfahrung. Durch gegenseitige Unterstützung. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung entwickeln sich durch das Zusammenleben im Alltag weiter.
Menschen mit Beeinträchtigungen brauchen Unterstützung. Diese bekommen sie weitestgehend durch ihre MitbewohnerInnen. Auch Menschen ohne Beeinträchtigung brauchen Hilfe. Sei es nur beim Kochen und beim Abwasch. Sie erleben, dass nicht jeder die gleichen Fähigkeiten hat, jedoch den gleichen Wert. Alle entwickeln soziale Kompetenzen – erweitern ihre sozialen Kompetenzen.
Erwachsene Menschen mit Assistenzbedarf, die selbstbestimmt in einer Gemeinschaft leben möchten und Assistenz benötigen, welche größtenteils von ihren Mitbewohnern übernommen werden kann.
Junge erwachsene Menschen ohne Assistenzbedarf, welche motiviert sind in einer inklusiven Wohngemeinschaft auf Augenhöhe zu leben und Assistenz zu leisten. Im Gegenzug erhalten sie eine starke Mietreduktion.
Das Projekt wird vom Familienministerium und vom Wohnungsbauministerium unterstützt.
Die erste Wohneinheit wird in einem Gebäude der SNHBM auf Kirchberg im Laufe 2028 eröffnet.
INKLUSIV WUNNEN a LIEWEN
14 Rue des champs L-7443 Lintgen Luxemburg
(F12426)